Krise scheint nicht gleich Krise im Sprachgebrauch der Politiker zu sein. Denn mit 1,9 Milliarden erfüllte man sich ein paar Wünsche.
Das Ziel Arbeitsplätze zu sichern geriet dabei aus den Augen. Anders ist es nicht zu erklären warum z.B. 226 Millionen Euro vom Verteidigungsministerium in Waffen und Ausrüstungsgegenstände investiert wurden. Profitiert haben davon die Großen der Rüstungsindustrie. Der Hersteller Krauss-Maffel soll u.a. für insgesamt 85 Millionen Euro Spähwagen und gepanzerte Transportfahrzeuge produzieren. „Rheinmetall“ wiederum erhält 18 Millionen Euro um den Fuchs Transportpanzer zu modernisieren.

Aber nicht nur die Rüstungsindustrie „kassiert“. Auch die Ministerien selbst. Über einen mit Mosaiksteinchen belegten Vorplatz werden demnächst die Mitarbeiter des Verkehrsministeriums zur Arbeit gehen. Das Bildungsministerium bekommt für 10 Millionen neue Böden, und das Justizministerium spendiert seinen Köchen neue Küchengeräte für 130.000 Euro.
(Quelle: Spiegel Nr.41, 1.10.09)







