Wie soll es anders sein? Ich stehe morgens auf und es regnet. Wie schön das ich dieses mal meine kompletten Regenklamotten dabei. habe. Nach einem Pfannkuchen Frühstück mit Kaffee starte ich dann letztendlich (als Michelin Männchen verkleidet)meine Tour. Die ersten Kilometer ist der Radweg durch den Wald einfach nur miserabel.


Wie schön das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste das der super angelegte Küstenradweg ganz in meiner Nähe verläuft...
Nun gut, später stosse ich auf diesen absolut genialen Radfahrer Highway. Insgesamt ist er 200 km lang und verläuft mehr oder weniger in der Nähe der litauischen Küste.
Mittlerweile ist der Regen der Sonne gewichen. Kurz vor Liepaja mache ich Mittag. Preise günstig, aber nicht enorm billig. Etwas später rolle ich durch Palanga. Touri Ort. Was soll ich sagen? Fressbuden, Spielbuden und Süsswarenbuden. Nun ja, und eine ziemlich lange Seebrücke.
Ein junges Pärchen hält mich an und stellt Fragen zu meinem Rad. Er ist ein ganz toller und ruft mit seinem Handy gleich die Herrsteller Seite auf. Wenn das so weiter geht, sollte ich mich wohl mal demnächst im Urlaub von Toxy sponsoren lassen, alleine nur für´s "gesehen werden".
Der Campingplatz liegt etwas abgelegen hinter einem größeren Bauernhof, unweit vom Strand. Der Empfang ist freundlich. Die Freude bleibt bestehen, als ich mangels landestypischer Währung (ich bin mittlerweile in Lettland) mit einen Littauischen 50 LitasSchein bezahle. Am nächsten Morgen geht mir aud das es rund 15 Euro gewesen sind die ich großzügig bezahlt habe. Scheiss Umrechnerei!
Der Gegenwert den ich bekomme ist okay. Drei Bier und etwas später bringt mir ein junges Mädchen frisch geräucherten Fisch. Ich entscheide mich das kochen sein zu lassen und satt zu sein. Nach einem Strandspaziergang bin ich dann um 23 Uhr in meine Penntüte gekrochen.

Bernati - Liepaja - Audari - Saldus (96 km)
Bei bestem Wetter um 8 Uhr los. Durch Liepaja durch. Paralell verlaufend zur vielbefahrenen Schnellstrasse A9 habe ich mir eine Alternativstrecke ausgewählt. Blöd nur das nach 10 Kilometern Schluss mit der Teerstrasse ist, es hügeliger und "schottriger" wird. Meine Begeisterung sinkt in den Keller.25 Kilometer fahre, bremse, rutsche und schiebe ich mich voran. Es ist heiss und der letzte Wassertropfen ist verzehrt. Die Fliegen um mich herum nerven einfach nur.

Doch nicht nur das. Ich stelle fest das meine in Deutschland gemachte Etappenplanung komplett hinfällig ist. Hab ich doch die Entfernungen nur grob eingeschätzt und markiert. Dumm nur das ich in Schweden mit Karten im Massstab von 1:250.000/1:300.000 fahre, ich nun allerdings eine Karte im Massstab von 1:550.000 bei mir habe. Tallin werde ich mir wohl am 28/29.6 wohl abschmieren können. Am 5.7 fährt wieder die Fähre Richtung Deutschland. Unmöglich ohne Pause von Tallin aus zurück zu fahren ohne sich kaputt zu fahren. Ich werde wohl 2-3 Tage in Riga bleiben, dort in der Tourist Information hoffentlich jemanden finden der mir bei der Stornierung meines Hotels hilft. Den Campingplatz in Saldus finde ich nicht, und so checke ich mich für umgerechnet 25 Euro im ersten Hotel der Stadt ein.
Teil 3 folgt....







