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ON TOUR: UNTERWEGS IM BALTIKUM, TEIL 5
Veröffentlicht von am 08. August 2010
Nach dem WM Spiel Deutschland gegen Ghana, einer feurigen Midsommernacht und nächtlichen fotografieren, heisst es nun Abschied nehmen von Riga.
24.6. Riga - Jurmala - Apsuciems (ca.53km)

Um 9.00 Uhr bin ich bereits am treten. Herrlich. Kaum Autos um mich herum. Das liegt sicherlich daran, das so mancher Autokutscher es gestern richtig krachen lassen hat und mit schweren Kopf noch im Bett liegt. Aus Riga komme ich zügig raus. Meine besten Freunde auf dieser Tour (die Fliegen) auch. Jurmala lässt sich recht einfach beschreiben: Hotels, Sandstrand, Fress und Amüsiermeile. Ich esse eine Pizza und lasse wieder einmal mehr mein Rad begucken. Die Orte werden hinter Jurmala immer kleiner. Irgendwann habe ich keine Lust mehr zu radeln und stelle auch mal wieder fest das ich in Sachen Geldtausch gepennt habe.
Eine nette Rezeptionistin erbarmt sich meiner und tauscht 50 Euro. Ich möchte nicht unhöflich sein und frage daher (um Sie mit meiner Gesellschaft zu erfreuen) ob ich auf dem Gelände des Hotels zelten darf.


 
Das ist kein Problem. Hinter einer Reihe von Bungalows kriege ich ein Stück Rasen zugewiesen. Unschön: Mücken. Schön: Ein Bistro. Ich verbringe den Abend mit der einen oder anderen Hopfenkaltschale und einem guten Buch.

25.6. Apsuciems - Engure - Mersrags - Kalterne (ca.55 km)





Um 10 Uhr los. Zunehmender Schweissgeruch und eine noch größere Fanschaar an Fliegen als noch am Vortag lassen mich von einer Dusche träumen. Pinkeln im Wald geht auch nicht klar, es sei denn man ist bereit den Druck der Blase gegen mindestens 200 Mückenstiche zu tauschen. Ich befinde mich in der "ich beiss in den Lenker" Stimmung. Blöd. Der ist beim Liegerad unter dem Sitz angebracht. Ich finde mal wieder den Campingplatz nicht (oder will ihn nicht finden). Die Nacht verbringe ich in einem Gasthaus für ca. 8 Euro. Sehr sauber und traumhafter Meerblick. Die Selbstversorger Küche lädt zum kochen ein. Gesättigt falle ich irgendwann abends (nach einem Bad im Meer) ins Bett.

 
26.6. Kaltene - Talsi - Spare (ca.75 km)

Ja, so soll es sein! Bei blauen Himmel um 9 Uhr gestartet. Das Frühstück fiel recht mager aus und bestand nur aus Obst und Müsliriegel. Ich hatte wieder mal ein Brot mit Kümmel am Start. Die Leute lieben es hier, ich hasse es. So einfach ist das. Etwas Gegenwind sorgt dafür das ich auch mal fliegenfreie Sicht habe. Fein. Meine Kette springt in unregelmässigen Abständen über einzelne Zahnkranzritzel. "Selber Schuld", denke ich, ich habe mich schliesslich vor dem Urlaub entschieden Kette und Ritzelpaket aufzufahren. Die Probleme werden allerdings nicht schlimmer. Durchhalten! Der Campingplatz auf dem ich mich nun befinde, ist top. Ein riesiges Wiesenareal umgeben von Wald. Etwas schwierig war die Anfahrt. Fast 4 Kilometer Schotterpiste und dann nochmal ein paar hundert Meter Sandweg. Hat sich aber gelohnt. Der Blick auf den See ist phantastisch.
 






 
Zum Abendbrot gibt es "Pelminis" (russische Teigtasche mit Fleisch gefüllt). Viele Libellen sind hier unterwegs, die einen gesunden Appetit auf Fliegen haben. Wohl bekomm´s!



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Author Kommentar
Dr_FlexX Dr_FlexX (18)
08.08.2010 um 21:41:31
ich glaube auf solchen ganzen stress hätte ich sowas von mehr als 0 ist ;)
und zum thema sandpiste: wie ich heute und gestern festgestellt habe ist das für mein bike ein weniger großes problem xD Warning: in_array() expects parameter 2 to be array, null given in /srv/www/dabei_v1/dev-1-2011/cache/tpl_compiled/dabei/%%14/147/14779D80%%article.tpl.php on line 121
 
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